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Einfluß von Atrionatriuretischen Peptid auf die Makromolekülpermeabilität aortaler und koronarer Endothelien

by Bach, Christoph

Abstract (Summary)
Atrionatriuretisches Peptid (ANP) moduliert die Barrierenfunktion in endothelialen Monolayers; jedoch sind die Mechanismen noch unklar. Wir überprüften die Hypothese, inwiefern die ANP-Wirkung auf die Permeabilität (P) abhängig ist von einem veränderlichen Gleichgewicht der Nukleotide cyclic GMP (cGMP) und cyclic AMP (cAMP), und hierbei der C-ANP-Rezeptor ein funktionelle Bedeutung aufweist. Die ANP-Wirkung wurde hierbei in koronaren (CEC) and aortalen Endothelzellen (AEC) im Vergleich untersucht. Die endotheliale Makromolekülpermeabilität (P) wurde aus dem Übertritt von Trypanblaugelabelten Albumin über das Monolayer ermittelt. Wir erfassten neben der Permeabilität den zellulären Gehalt von cGMP und cAMP, mit und ohne Pertussitoxin (PT), mit dem Proteinkinase G -Inhibitor KT 5823 und mit beiden Substanzen in Kombination. Dann wiederholten wir die gesamte Versuchsserie mit dem ANP-Derivat C-ANP, das selektiv nur an den C-ANP-Rezeptor bindet. Ergebnisse: In CEC verursachte ANP (100nM) eine Abnahme der P (48%+/-7%, mean +/- SD, N=6, p<0.05) und des cAMP-Gehaltes (55+/-8%) sowie einen Anstieg des cGMP-Gehaltes (+62+/-%). Vorbehandlung der CEC mit KT 5823 (1µM) für 30 min, oder mit PT (1mg/ml) für 60 min reduzierte den Effekt von ANP auf die P (26+/-5%) und auf den cAMP-Gehalt (23+/-6%). Der Einsatz beider Hemmsubstanzen KT 5823 plus PT verhinderte den ANP-Effekt auf die P komplett. C-ANP hatte einen geringeren Einfluß auf die P: C-ANP (100nM) verminderte die P (28+/-6%), hatte jedoch keinen Effekt auf den cGMP-Gehalt, jedoch erhöhte es ebenfalls den cAMP-Gehalt (28+/-7%). Dieser Effekt wurde durch KT 5823 nicht beeinflußt, jedoch komplett durch PT verhindert. Im Kontrast dazu zeigt ANP in AEC eine Zunahme der P (59+/-8%), wobei jedoch die Veränderungen der Nukleotide dieselben sind wie in CEC: Erhöhung des cGMP-Gehaltes (44+/-6%) und Verminderung des cAMP-Gehaltes (58%+/-8%). Zusammenfassung: (1) ANP moduliert die endotheliale Barrierenfunktion über zwei unterschiedliche Wirkmechanismen: über die Steigerung des cGMP-Gehaltes via A-/B-ANP-Rezeptor und über die Reduktion des cAMP-Gehaltes via des C-ANP-Rezeptors. (2) Während die ANP-Wirkung über dieselben intrazellulären Wirkmechanismen vermittelt wird, zeigt es hinsichtlich der Permeabilität einen inverse Effekt in den beiden unersuchten Endothelzellsystemen: Es verminderte die P in CEC und steigert diese AEC.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Medizin Permeabilität ANP-C-Rezeptor Medizin

ISBN:

Date of Publication:11/18/2002

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