Details

eine randomisierte Studie an 200 Patienten mit Prostatae kleiner 100 g und urodynamisch nachgewiesener Obstruktion

by Ahyai, Sascha A.

Abstract (Summary)
Ziele: Trotz ihrer signifikanten Morbidität stellt die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) den gold standard dar für die instrumentelle Therapie der durch die benigne Prostatahyperplasie (BPH) bedingten Blasenauslassobstruktion. Mit dem Hochleistungs-Holmium: YAG Laser kann endoskopisch, in einer relativ blutungsarmen Weise, Prostatagewebe enukleiert werden. Wir verglichen die Technik der transurethralen Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) mit der Standard-TURP bei der operativen Therapie von Prostataadenomen. Wir präsentieren die perioperativen Daten, die Kurz- und Langzeitergebnisse dieser randomisierten klinischen Studie. Material und Methoden: Insgesamt wurden 200 Patienten mit einer urodynamisch nachgewiesenen benignen Prostataobstruktion bei einem Prostatavolumen kleiner 100g im transrektalen Ultraschall in ein TURP- und HoLEP-Kollektiv randomisiert. Alle Patienten wurden präoperativ und postoperativ nach 1,6, 12, 18, 24 und 36 Monaten durch Erhebung des American Urological Association symptom score und Messung der maximalen Harnflussrate und des Restharns evaluiert. Die perioperativen Daten und die postoperativen Ergebnisse wurden verglichen. Alle Komplikationen wurden vermerkt. Ergebnisse: Bei der HoLEP waren die Katheterzeit, der Krankenhausaufenthalt und der Hämoglobinverlust signifikant geringer, jedoch die Operationszeit signifikant länger als bei der TURP. HoLEP und TURP führten zu signifikanter und anhaltender Verbesserung aller Miktionsparameter, wobei der Restharn bis einschließlich 36 Monate postoperativ in der HoLEP Gruppe signifikant geringer blieb. Auch die perioperative Morbidität war bei der HoLEP kleiner; Kontinenz, Potenz und Spätkomplikation waren in beiden Gruppen ähnlich. Schlussfolgerungen: HoLEP ist mindestens genauso effektiv wie TURP. HoLEP dauert länger, jedoch sind die perioperative Morbidität, Katheter- und Krankenhausdauer geringer. Beide Methoden zeigen befriedigende Langzeitergebnisse mit wenigen Spätkomplikationen. Dies bestätigt die Dauerhaftigkeit des Therapieerfolges dieser 2. Verfahren.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Medizin Medizin

ISBN:

Date of Publication:01/04/2006

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