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eine Analyse der therapeutischen Optionen und Erfolge

by Plöckinger, Ursula

Abstract (Summary)
Die Akromegalie - Folge eines Wachstumshormon (STH) sezernierenden Hypophysentumors - ist eine seltene Erkrankung. Bei früher Diagnose ist die Akromegalie gut behandelbar. Unbehandelt - oder zu spät behandelt - führt sie zu hoher Co-Morbidität und verkürzt das Leben. Endokrinologische Therapieziele wurden kürzlich definiert: Heilung bei STH <1,0 µg/L unter oraler Glukosebelastung und. Teilremission ohne weitere Behandlungsbedürftigkeit bei STH <2,5 µg/L als Mittelwert mehrerer Bestimmungen während eines STH-Profils. Die vorgelegte Arbeit stellt die Ergebnisse der Therapie dar bei 132 Patienten mit Akromegalie, die in der Zeit von 1970-1998 am Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin betreut wurden. Bei Diagnosestellung überwiegen bereits Makroadenome und häufig besteht eine partielle Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz. Die Chancen einer primären Heilung durch die erste Therapie liegen unter 50 Prozent. Wird bei kumulativer Therapie eine Vollremission nicht nach dem zweiten. Therapieschritt erreicht, so sinken die Erfolgsaussichten stark und das Risiko einer schweren Einschränkung der Hypophysenfunktion nimmt deutlich zu. Eine Operation ist Therapie der ersten Wahl. Sie sollte in einem spezialisierten Zentrum erfolgen. Hierdurch wird eine höhere Vollremissionsrate bei geringerem Risiko der Hypophysenvorderlappen-Insuffizienz erreicht. Eine präoperative Therapie mit einem Somatostatin-Analogon (SSA) verbessert die operativen Ergebnisse nicht signifikant. Bei einzelnen Patienten lässt sich durch SSA Therapie eine Voll- oder Teilremission erreichen und kann dann als primäre Dauertherapie in Betracht gezogen werden. Nebenwirkungen der SSA - Gallensteine und Vitamin B12 Mangel - können durch eine begleitende Therapie mit Gallensäuren bzw. die Substitution mit Cyanocobalamin behandelt werden. Bei unzureichendem operativen Therapieeffekt ist die Therapie mit SSA möglich und oft effektiv. Die Strahlentherapie ist bei der Akromegalie eine sekundäre Option mit den Nachteilen einer verzögerten Wirkung und einem hohen Risiko der Hypophyseninsuffizienz. Zur Überbrückung des Zeitraums bis zur vollen Wirkung einer Strahlentherapie ist der Einsatz von SSA sinnvoll.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Medizin transspenoidale Hypophysenadenomektomie

ISBN:

Date of Publication:04/10/2001

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