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Geschmackspräferenz bei Patienten mit Morbus Crohn eine interdisziplinäre Studie unter zahnmedizinischen Aspekten

by Drude, Clemens

Abstract (Summary)
Zielsetzung: Bei Patienten mit Morbus Crohn (M.C.) wurde ein erhöhter Zuckerkonsum beschrieben. Ebenfall wurde bei M.C. ein subklinisches Zinkdefizit zahlreich beschrieben. Die Zusammenhänge zwischen Geschmackswahrnehmung und Zucherkonsum hinsichtlich der Zinkkonzentration im Plasma und die Auswirkungen auf die orale Mundgesundheit von Patienten mit M.C.. Versuchsplan: Für 24 M.C. Patienten und 24 Kontrollpersonen (Kon) mit ähnlicher Altersstruktur wurde der Zuckerkonsum die Zinkkonzentration im Plasma ermittelt. Die Geschmacksschwellen, die Mundhygiene und die Kariesprävalenz wurden erhoben. Ergebnisse: Bei M.C. wurde ein erhöhter Zuckerkonsum (M.C. 107,1 plusminus 27,7 vs. Kon 71,9plusminus13,7 g/d; p<0,001), eine erhöhte Geschmacksschwelle für süß (M.C. 7,31 vs. Kon 2,91 g/l; p<0,001) und eine reduzierte Zinkkonzentration im Plasma (M.C. 11,5plusminus1,5 vs. Kon 13,5plusminus2,0 µmol/l; p<0,001) nachgewiesen. Der Mundhygieneindex API ist schlechter (M.C. 85,4plusminus23,6 vs. Kon 31,8plusminus24,1; p<0,001) und korreliert mit den Zuckerkonsum (p<0,01). Patienten mit einer längeren Krankheitsgeschichte (>3 Jahren) wiesen eine erhöhte Kariesprävalenz auf (DMFT Index: >3 Jahren 15,6plusminus5,7 vs. <3 Jahren 9,5plusminus4,3; p<0,05). Schlussfolgerungen: Der dentale Status der M.C. Patienten ist mangelhaft. Der erhöhte Zuckerkonsum und die schlechtere Munghygiene scheinen beide Einfluß auf die höhere Kariesprävalenz zu haben. Patienten mit M.C. zähen zu den Risiko-Gruppen die frühzeitig eingreifende präventive Maßnahmen erhalten müssen.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Medizin Geschmack Morbus Crohn Mundgesundheit

ISBN:

Date of Publication:10/02/2003

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