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Triptorelinazetat 2,1 mg versus Triptorelinazetat 4,12 mg zur ovariellen Suppression im Rahmen der In-vitro-Fertilisation eine prospektive randomisierte Dosisfindungsstudie

by Heinze, Susanne

Abstract (Summary)
Die GnRH-Agonisten-Applikation zur Downregulation vor IvF ist "gold standard", überwiegend im sogenannten langen Protokoll. Die Behandlung soll den vorzeitigen LH-Anstieg mit vorzeitiger Ovulation verhindern. Die unerwünschten Wirkungen sind dosisabhängig und rechtfertigen die Suche nach der optimal niedrigen Dosis des GnRH-Agonisten. Mit dieser Fragestellung wurde eine prospektive randomisierte Dosisfindungsstudie durchgeführt. 200 sterile Frauen zwischen 18 und 38 Jahren erhielten vor der IvF-Behandlung im langen Protokoll die Standarddosis von 4,12 mg Triptorelinazetat-Depot (1 Amp. i.m. = Gruppe B: n = 100) versus 2,1 mg Triptorelinazetat Depot (1/2 Amp. i.m = Gruppe A. n = 100) zur Downregulation. Folgende Parameter wurden bestimmt: E2, LH, Progesteron. Die Behandlungsergebnisse wurden korreliert mittels der Anzahl der gewonnenen Oocyten, der fertilisierten Oocyten, der transferierten Embryonen und der Schwangerschaftsraten pro Embryotransfer. Abgebrochene IvF-Zyklen wurden einzeln analysiert. Bezüglich der Hormonwerte waren beide Gruppen ohne signifikanten Unterschied. In der Gruppe der Patientinnen mit der halbierten Dosis (A) kam es nur in einem Fall zu einer vorzeitigen Luteinisierung, in der Standartdosisgruppe (B) in keinem Fall. Wegen low response wurde in Gruppe A in 5 Fällen die Therapie abgebrochen, versus 3 Fälle in Gruppe B (ns). Ebenfalls vergleichbar war das IvF-outcome, nur die ET-Rate pro begonnener Stimulation zeigte einen signifikanten Unterschied: 88 % (A) versus 96 % (B), p<0,05, was auf die Anzahl der abgebrochenen Zyklen zurückzuführen ist. Die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer war identisch: 28%. Der Vergleich der beiden Studiengruppen zeigt, daß die halbierte Dosis zur Downregulation ebenfalls effektiv ist bei vergleichbar guten Behandlungsergebnissen. In größeren Studien sollte der Frage nach der optimalen Dosis der GnRH-Agonisten in der Sterilitätsbehandlung weiter nachgegangen werden, da möglicherweise die bisher üblichen Dosierungen zu hoch sind.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Medizin Medizin

ISBN:

Date of Publication:06/13/2002

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