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ReBIS - Regionale Berufsbildungs-Informationssysteme - Abschlußbericht (Kurzfassung), Duisburg 1998

by Kutscha, Guenter &

Abstract (Summary)
Der Projektauftrag "Regionale Berufsbildungs-Informationssysteme" (ReBIS) hatte zum Ziel, die regionalspezifischen Informationsbedarfe auf dem Gebiet der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie der Berufsbildungspolitik und -planung zu erfassen und dem Auftraggeber, dem Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Vorschläge und Konzepte zur Reorganisation und adressatenorientierten Bereitstellung, Aufbereitung und Verteilung informationeller Ressourcen anzubieten. Das Projekt startete im Januar 1996 und wurde Ende 1997 abgeschlossen. Am Projekt beteiligt waren drei Regionen des Landes Nordrhein-Westfalen, die aufgrund ihrer Lage und sozialen sowie wirtschaftlichen Struktur je unterschiedliche Spezifika aufweisen. Bei den Regionen handelt es sich um den Kreis Borken, die Stadt Duisburg und die Arbeitsmarktregion Krefeld-Viersen. Wie unterschiedlich die Problemlagen der Berufsausbildung im Vergleich der genannten Projektregionen sind, deuten die Indikatoren des Ausbildungsstellenmarkts an. Dies sei - bei aller Problematik (siehe Abschnitt 1.3) - kurz an der Entwicklung der Angebots-Nachfrage-Relation (ANR) veranschaulicht. Nach den Bestimmungen des Berufsbildungsförderungsgesetzes beschreibt die ANR das Verhältnis von Ausbildungsplatzangebot und Ausbildungsplatznachfrage, und zwar berechnet als das Verhältnis der zum 30. September eines jeden Jahres neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge (erfaßt im Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse bei den "zuständigen Stellen" gemäß Berufsbildungsgesetz) zuzüglich der bei den Arbeitsämtern gemeldeten und noch nicht besetzten Ausbildungsplätze (=Gesamtangebot) zur Gesamtzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zuzüglich der noch nicht vermittelten Bewerber (=Gesamtnachfrage). Wie der Zeitreihenvergleich der vergangenen zwei Jahrzehnte seit Erscheinen des ersten Bundes-Berufsbildungsberichts zeigt, ist die Lage am Ausbildungsstellenmarkt bundesweit abhängig von konjunkturellen Einflüssen: Dem Tief Mitte der achtziger Jahre folgte ein kurzes Hoch zu Beginn der neunziger Jahre mit starken Einbrüchen in der darauf folgenden Zeit. Ein Ende der Ausbildungsmarktmisere ist nicht in Sicht. Ebenso wird deutlich, daß das Hoch und Tief am Ausbildungsstellenmarkt von erheblichen regionalen Diskrepanzen begleitet ist. Konkret bedeutet dieser statistische Sachverhalt: Die Chancen des Zugangs zu Ausbildungsplätzen variieren mit der jeweiligen regionalen Wirtschaftsstruktur im Wohn- und Arbeitsbereich der Ausbildungsplatzbewerber und -bewerberinnen. Selbst zu Zeiten der Hochkonjunktur und des globalen Überschusses an gemeldeten Ausbildungsplätzen trifft man in strukturschwachen Gebieten auf erhebliche Defizite an Ausbildungsmöglichkeiten. Durchgängig besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen der regionalen Arbeitslosenquote und der Angebots-Nachfrage-Relation, die um so niedriger liegt, je höher die Arbeitslosenquote steigt - und umgekehrt.
Bibliographical Information:

Advisor:Kutscha, Guenter

School:Universität Duisburg-Essen, Standort Essen

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:erziehung bildung und unterricht gerhard mercator universitaet

ISBN:

Date of Publication:11/27/2001

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