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Ermittlung von Einflußfaktoren auf die Arrhythmiegenese bei Patienten mit korrigierter Fallotscher Tetralogie mittels der Magnetresonanztomographie (MRT)

by Grothoff, Matthias

Abstract (Summary)
Ziel: Ermittlung von rechts- und linksventrikulären Herzparametern sowie von Zeitparametern, welche die größte Beziehung zum Auftreten von ventrikulären Arrhythmien bei Patienten nach chirurgisch korrigierter Fallotscher Tetralogie haben. Methoden: 67 Patienten, davon 22 weiblich und 45 männlich, mit einem mittleren Alter von 20 a (Spanne von 3,5 bis 54 a) wurden in einem MRT Gyroscan ACS-NT (Philips, Best, The Netherlands) untersucht. Das mittlere Alter zum Zeitpunkt der Korrekturoperation war 6,8 a (mit einer Spanne von 1 Monat bis 40 a). Bei 39 Patienten wurde als Operationsmethode ein transannulärer oder subvalvulärer Patch gewählt, bei 28 Patienten die Anlage eines Conduits. Bei 31 Patienten erfolgten eine oder zwei Reoperationen. Die Volumetrie der Ventrikel erfolgte mit einer SSFP-Sequenz in Multislice-Multiphasen-Technik entweder in Atemstop oder mit Hilfe der Navigatortechnik. Es wurden links- und rechtsventrikuläre Volumina, Ejektionsfraktionen (RV-EF und LV-EF) und Muskelmassen erhoben. Zur Ermittlung der pulmonalen Regurgitationsfraktion (RF) wurde eine MR-Flußmessung in Phasenkontrast-Technik im Pulmonalarterienhauptstamm senkrecht zum Gefäßverlauf durchgeführt. Alle erhobenen Daten wurden sowohl in einer univariaten Regressionsanalyse zueinander, als auch in einer multiplen Regressionsanalyse zur Dauer des QRS-Komplexes in Beziehung gesetzt. Ergebnisse: 58 Patienten hatten einen RSB. Die mittlere Dauer des QRS-Komplexes betrug 132 ms (+/- 29 ms). Die Flußmessung wurde bei 58 Patienten durchgeführt und zeigte 42 milde bis moderate sowie 12 schwere Pulmonalinsuffizienzen. In der univariaten Regressionsanalyse fand sich eine Korrelation zwischen RF und QRS-Dauer (r=0,49; p<0,01, n=67). Der rechtsventrikuläre enddiastolische Volumenindex war korreliert mit RF (r=0,46; p<0,001; n=67) und QRS-Dauer (r=0,29; p<0,05; n=67). Eine weitere Korrelation wurde zwischen RV-EF und LV-EF gefunden. In der multivariaten Analyse zeigte die QRS-Dauer enge Beziehung zu: 1. RF 2. Zeitraum nach 1. OP 3. linksventrikulärer enddiastolischer Volumenindex und 4. eine negative Korrelation zum Alter bei 1.OP. Schlussfolgerung: Die RF hat einen großen Einfluß auf die QRS-Verlängerung und dadurch auf das potentielle Auftreten von Arrhythmien. Die MR-Flußmessung kann die RF exakt beschreiben und eignet sich daher besonders für Nachsorgeuntersuchungen. Neben den rechtsventrikulären Einflüssen scheint auch eine sekundäre Beeinflussung des linken Ventrikels die Prognose bei dem o.g. Patientenkollektiv zu beeinflussen.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Medizin Medizin

ISBN:

Date of Publication:01/14/2004

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