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<> vergleichende Analyse von Scrambling im Deutschen und Koreanischen

by Song, Seok-Hee

Abstract (Summary)
Das Thema ist der Versuch einer vergleichenden Analyse von Scrambling im Deutschen und Koreanischen. Die Arbeit stellt hauptsächlich die Frage, ob Topik und Fokus als morphosyntaktische Merkmale der lexikalischen Elemente betrachtet werden können. Allgemein werden beide aus pragmatischer Sicht als kontext- bzw. informationsstrukturelle Merkmale angesehen. In Bezug auf Scrambling im Deutschen und Koreanischen wird - der lexikalischen Sicht (Bierwisch 1970, 86, 96, 97) folgend - diese Frage so beantwortet, dass die nominalen Merkmale der Satzglieder Topik und Fokus darstellen. Scrambling wird als eine Beschreibung der Dimensionierung des Paarbegriffes "Topik und Fokus" mit nominalen Elementen definiert. Das Scrambling wird von den morphosyntaktischen Merkmalen als Ausformung der kontinuierlichen Relativierungs-Merkmale "Topik und Fokus" bei dem nominalen funktionalen Kopf Determinator verursacht. Unter Scrambling werden die voneinander abhängigen Begriffe "Topik und Fokus" synta! ktisch aktualisiert. In dieser Arbeit werden "Topik und Fokus" durch die Entfernung der nominalen Elemente vom Prädikat graduell definiert. Das topikalste Element steht in der vom Prädikat entferntesten Position; das fokalste in der dem Prädikat nächsten. Im Satz erscheinen nominale Ausdrücke als Topik- und/oder Fokusträger. Diese nominalen Ausdrücke, z.B. die Nomina mit dem Artikel im Deutschen und mit dem Kasusmorphem im Koreanischen, bilden die Scramblingobjekte. Die deutschen Kasusträger (z.B. Artike l) kennzeichnen aber keine Topik- und/oder Fokusfunktion. In der gemischtköpfigen deutschen Sprache erscheinen links und rechts die nicht-nominalen Einheiten, z.B. Konjunktionen, finite Verben. Sie verkörpern eine Grenze für die Topik-Fokus-Graduierung in nominalen Satzgliedern. Im Deutschen ist daher langes und Multi-Scrambling nicht möglich. Im Gegensatz dazu treten in der rechtsköpfigen koreanischen Sprache die nicht-nominalen bzw. verbalen Elemente uniform am Ende des Satz! es auf, und Kasusträger im Koreanischen (Kasusmorpheme) fungieren als Topik- und/oder Fokusmarker bei Scrambling, was langes und mehrfaches Scrambling ermöglicht.
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Bibliographical Information:

Advisor:

School:Humboldt-Universität zu Berlin

School Location:Germany

Source Type:Master's Thesis

Keywords:Allg. und Vgl. Sprach- Literaturwissenschaft Sprachwissenschaft, Linguistik

ISBN:

Date of Publication:04/24/2003

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