Die französische Synonymie im Spannungsfeld zwischen Paradigmatik und Syntagmatik
Abstract (Summary)
Der Ausgangspunkt der Synonymiediskussion kann in Frankreich im 17. Jahrhundert angesetzt werden. Die Synonymieproblematik berührt verschiedene linguistische Teildisziplinen. Synonymie wird als Bedeutungsähnlichkeit interpretiert, die sich durch gleiche / ähnliche semantische Merkmale manifestiert. Die durchgeführten Substitutionstests belegen dies und andere Hypothesen: Die Verlagerung der Synonymie auf die Sememebene wird verifiziert und die notwendige Textorientierung in der Synonymiediskussion bestätigt. Paradigmatische und syntagmatische Aspekte beeinflussen dabei die Synonymenwahl. Der Zusammenhang von Synonymie und Diaphasik zeigt, dass Synonyme stilistische Variationen aufweisen können. Nur in Ausnahmefällen werden diatopische und diastratische Elemente synonym zu den Äquivalenten der Allgemeinsprache gebraucht. Die Interaktion der beiden Differenzierungskriterien in der Synonymenwahl - Syntax und Semantik - beeinflusst die Probandenentscheidung. Wörter, die nachweislich synonyme Sememe enthalten, können aufgrund von Kollokationen nicht immer als synonym identifiziert werden.
Bibliographical Information:
Advisor:
School:Humboldt-Universität zu Berlin
School Location:Germany
Source Type:Master's Thesis
Keywords:Romanische Sprach- und Literaturwissenschaft Französisch, romanische Sprachen allgemein
ISBN:
Date of Publication:12/03/1999