Arbeitsmarktstruktur und industrielle Beziehungen in Japan : eine Bestandsaufnahme mit Thesen zur Zukunftsentwicklung. - Duisburger Arbeitspapiere Ostasienwissenschaften ; 2003, 50
Abstract (Summary)
Der japanische Arbeitsmarkt, der traditionell durch eine starke interne Orientierung
geprägt war, ist in den letzten Jahren mit starkem Anpassungsdruck konfrontiert
worden. Wie in anderen Industrieländern lässt sich die Entwicklung durch
Flexibilisierung und Deregulierung kennzeichnen. Da die Unterschiede der
Arbeitsbedingungen zwischen den regulär und nicht-regulär Beschäftigten qualitativ
sowie quantitativ sehr groß sind und da ferner eine effektive überbetriebliche
Interessenvertretung fehlt, scheint der Prozess der Ersetzung der regulär durch
nicht-regulär Beschäftigten beschleunigt und unreguliert abzulaufen. Aufgrund der
Tatsache, dass die traditionell nach dem Senioritätsprinzip beschäftigte
Stammbelegschaft auf Kosten der nicht-regulär Beschäftigten profitiert hat, ist es
nicht auszuschließen, dass, da die nicht-regulär Beschäftigten eine Betonung der
Leistungsorientierung bevorzugen, verstärkt Allianzpotential zwischen den nichtregul
är Beschäftigten und dem Management entsteht. Die künftige Entwicklung auf
dem Arbeitsmarkt hängt davon ab, in wieweit das Gefälle der Arbeitsbedingungen
überwunden werden kann, und wie die Interessen der nicht-regulär Beschäftigten
vertreten werden. Zu diesen Fragen werden einige Thesen zur Zukunftsentwicklung
vorgestellt.
Bibliographical Information:
Advisor:none
School:Universität Duisburg-Essen, Standort Essen
School Location:Germany
Source Type:Master's Thesis
Keywords:institut für ostasienwissenschaften
ISBN:
Date of Publication:12/19/2003