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AMOD1: ein makroökonometrisches Modell für Österreich

by Haber, Gottfried

Abstract (Summary)
In dieser Arbeit werden die theoretischen Grundlagen, Aufbau, Schätzung, Evaluation, Simulation und Optimierung von AMOD1, einem makroökonometrischen Modell der österreichischen Volkswirtschaft, dargestellt. AMOD1 besteht aus 29 stochastischen und 28 definitorischen Gleichungen und beruht auf Jahresdaten. Schätzzeitraum ist die Periode 1977-1998. Es werden sowohl keynesianische Elemente (Nachfragesektor, teilweise adaptive Erwartungen) als auch neoklassische Elemente (Mikrofundierung, Angebotssektor, Lohn/Preis-System, teilweise rationale Erwartungen) berücksichtigt. Eine Besonderheit stellt die doppelte Disaggregierung des Konsumbereichs dar. Die Schätzung erfolgt in Subsystemen mit simultanen Systemschätzern wie SUR (scheinbar unverbundene Regression) und 3SLS (dreistufige Methode der kleinsten Quadrate, iterativ) bzw. auf Einzelgleichungsebene mit OLS (gewöhnliche Methode der kleinsten Quadrate). Im Rahmen der Evaluation des Modells wird gezeigt, dass AMOD1 einem einfachen vektorautoregressiven (VAR)-Modell deutlich überlegen ist und auch einem etablierten Modell, wie dem des IHS (Institut für Höhere Studien), in der Prognoseleistung nicht nachsteht. In den Simulationen werden Multiplikatoren und Variationen der wirtschaftspolitischen Instrumente im historischen Kontext sowie ein importierter Preisschock und eine Erhöhung der totalen Faktorproduktivität, z.B. durch eine Erweiterung der Europäischen Union, untersucht. Die Frage nach der optimalen Stabilisierungspolitik in Bezug auf die Staatsschuld wird mit Hilfe der dynamischen Optimierung des Modells behandelt. (Autorenreferat)
Bibliographical Information:

Advisor:Neck, Reinhard; Stiassny, Alfred

School:Wirtschaftsuniversität Wien

School Location:Austria

Source Type:Master's Thesis

Keywords:makroökonomie ökonometrie prognosemodell österreich makroökonometrisches modell simultane systemschätzer wirtschaft

ISBN:

Date of Publication:01/01/2000

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